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Praxis Dr. med. (I) Jean Chalkitis
Frauenarzt, Akupunktur TCM, Umweltmedizin
Exotische Kürbismöhrensuppe

Zutaten für 4 Personen:

400 g Kürbis (geputzt gewogen)
400 g Möhren
1 Zwiebel
1 Stück Ingwer (ca. 2cm)
800 ml Gemüsebrühe (Instant)
1 Dose ungesüßte Kokosmilch (400ml)
2 TL Kurkuma
1 TL Koriander
1 Prise Cayennepfeffer
Saft von 1 Limette
Salz, Pfeffer, Rapsöl
frisches Koriandergrün

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Kürbis schälen, entkernen und würfeln. Die Möhren schälen und in ½ cm dicke Scheiben schneiden.
Den Ingwer schälen und in sehr feine Würfel schneiden In einem Topf das Öl erhitzen und die Zwiebel glasig dünsten. Kürbis, Möhren und Ingwer hinzufügen und alles unter ständigem Rühren leicht anrösten.
Kurkuma und Koriander über das Gemüse streuen und kurz unterrühren, dann sofort mit der Gemüsebrühe aufgießen. Alles einmal aufkochen lassen und das Gemüse in ca. 15 Min bei mittlerer Hitze weichkochen.
Die Suppe vom Herd nehmen und fein pürieren. Die Kokosmilch, eine Prise Cayennepfeffer und den Limettensaft dazugeben und die Suppe noch einmal ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe mit frischen Korianderblättchen bestreuen und servieren.


Tipps und Tricks

Sie können für die Suppe auch nur Kürbis verwenden und die Möhren weglassen oder 1-2 gewürfelte Kartoffeln mitkochen
Statt frischer Ingwer kann Ingwerpulver (1/2 - 1TL) verwendet werden. Ingwerpulver ist intensiver im Geschmack und schärfer.
Kurkuma und Koriander können durch Curry ersetzt werden.
Die Kokosmilch kann durch einen becher süße Sahne (200g)ersetzt werden, sie brauchen dann 1l Gemüsebrühe statt 800 ml.
Achten Sie beim Kauf der Kokosmilch darauf, dass keine Konservierungsstoffe verwendet wurden. Empfehlenswert sind Produkte, die nur Kokosnussextrakt und Wasser enthalten.
Die Suppe läßt sich hervorragend eingefrieren, am besten gleich portionsgerecht.

Kleine Warenkunde
Die Familie der Kürbisse umfasst Hunderte von Sorten, die inzwischen auf der ganzen Welt kultiviert werden und in vielen Ländern zu einem wichtigen Nahrungsmittel zählen. Ursprünglich stammt der Kürbis aus Amerika und wurde von Christoph Columbus nach Europa mitgebracht.
Der Kürbis ist kalorienarm (95% Wasser), ballaststoffreich, vitamin- und mineralstoffreich (Kalium, Phosphor, Calcium, Zink, Mangan, Selen, Vitamin A, E, C, Carotenoide, v.a. ß-Carotin).
Es gibt Sommer- und Winterkürbisse, wobei die Sommerkürbisse eine dünne Schale besitzen und wie Zucchini, die ebenfalls zur Kürbisfamilie gehören, verarbeitet werden können. Sommerkürbisse lassen sich im Gegensatz zu den Winterkürbissen höchstens 3 Wochen lagern. Die typischen Winterkürbisse (Speisekürbis) werden in ausgereiftem Stadium geerntet und sind bei kühler und trockener Lagerung mehrere Monate haltbar. Ein Qualitätsmerkmal für deren Haltbarkeit ist der verholzte Stiel. Winterkürbisse werden i.a. ohne Schale verwendet, eine Ausnahme bildet der sehr schmackhafte Hokaido, dessen Schale beim Kochen weich wird und ohne weiteres mitgegessen werden kann.
Eine Spezialität ist das tief dunkelgrüne, kaltgepresste Kürbiskernöl aus der Steiermark, das aus den Kernen einer speziellen Kürbissorte gewonnen wird (siehe gesundheitliche Wirkungen). Dieses Öl hat einen intensiv würzigen, nussigen Geschmack und wird für Salate, Suppen und Vorspeisen verwendet. Kürbiskernöl ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen.

Welche Gewürze passen zu Kürbis?
Zu Kürbis passen besonders gut exotische Gewürze wie Curry, Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Zimt, Nelken, Kokosmilch, aber auch Knoblauch, Zitrusfrüchte und frische Kräuter wie Kerbel, Petersilie und Basilikum.
Kürbis läßt sich sowohl pikant als auch süß zubereiten.

Gesundheitliche Wirkungen
Wissenschaftlich anerkannt ist die positive Wirkung der Kürbiskerne einer speziellen steirischen Kürbissorte (botanische Bezeichnung: Cucurbita pepo convarietas styriaca) bei Blasen- und Prostatabeschwerden. Die Kürbissamen Cucurbita pepo sind im Gegensatz zu anderen Kürbissorten weichschalig und dunkelgrün und besitzen keine verholzten Schichten. Der Hauptwirkstoff ist das Cucurbitacin. Durch Beta-Sitosterin und Vitamin E wird die Wirkung unterstützt.
Kürbiskerne werden mit Erfolg zur Vorbeugung der Prostata-Hyperplasie, einer altersbedingten Vergrößerung der Prostata, eingesetzt. Die regelmäßige Einnahme von Kürbiskernen bzw. speziellen Präparaten hilft auch bei bereits bestehenden Beschwerden, da sie zu einer Entstauung der Prostata, einer Verbesserung der Blasenmuskelkraft und einer Entspannung des Blasenschließmuskels führt. Aufgrund der allgemeinen Stärkung der Blase werden außerdem die Anfälligkeit gegenüber Blaseninfektionen reduziert sowie die Symptome der Reizblase und der Stress-Inkontinenz gemildert. Insofern sind Kürbiskerne nicht nur für Männer sondern auch für Frauen wertvoll.
Neben den positiven Wirkungen auf den Urogenitaltrakt wird Kürbiskernen zudem ein milchflusssteigernder und magenberuhigender Effekt zugesprochen.
Zur allgemeinen Vorbeugung sind morgens und abends 1-2 Esslöffel Kürbiskerne oder spezielle, standardisierte Präparate zu empfehlen. Besonders günstig bei einer Vergrößerung der Prostata ist die Kombination von Kürbiskernen mit den Früchten der Sägepalme.

Gewürze als Medizin
Unter dieser Rubrik betrachten wir die in unseren Rezepten verwendeten Gewürze aus gesundheitlicher Sicht und geben Ihnen wertvolle Tips, wie sie die Gewürze als Hausmittel bei leichten Beschwerden einsetzen können.

Ingwer
Ingwer ist eines der wichtigsten Heilmittel in der chinesischen und indischen Heilkunst. Die Schärfe und Wirkung des Ingwers beruhen v.a. auf zwei Substanzen, dem Gingerol und dem Shoagol. Sie fördern den Speichelfluss und die Magensaftproduktion und wirken daher besonders auf die Verdauung. Ingwer wird bei Blähungen, Übelkeit (auch Reiseübelkeit), Durchfall und Erbrechen erfolgreich eingesetzt.
Ingwerwasser ist ein ayurvedisches Therapeutikum zur Stärkung der Verdauungskraft. Es wird am Morgen empfohlen, um die Magen-Darm-Tätigkeit in Schwung zu bringen. Hierfür werden 2 Scheiben frischer Ingwer in einem halben Liter Wasser 10 Minuten sanft gekocht, anschließen schluckweise warm trinken.
Ingwer stärkt zudem die Abwehrkraft und ist sowohl zur Vorbeugung als auch zur unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten sehr gut geeignet. Bei akuter Erkältung reiben Sie eine frische Ingwerwurzel oder pressen sie durch die Knoblauchpresse bis sie 1 TL Saft gewonnen haben. Vermischen Sie diesen Saft mit 1 TL Zimtpulver und übergießen Sie die Mischung mit heißem Wasser, ggf. mit etwas Honig süßen (dafür den Tee leicht abkühlen lassen) und mehrmals am Tag trinken.
Ingwer sollte im übrigen nicht zusammen mit Aspirin eingenommen werden (Abstand von 2 Stunden einhalten). Auch bei Gallensteinleiden und der Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente sollten sie vor dem Einsatz größerer Mengen Ingwer (Pulver, Kapseln) mit Ihrem Arzt Rücksprache halten.

Kurkuma
Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist ein natürliches Antibiotikum. Es stärkt die Verdauung, unterstützt die natürliche Darmflora, wirkt entzündungshemmend, desinfizierend, blutreinigend und entgiftend. Die Resorption von Kurkuma wird durch Cayennepfeffer gesteigert. Kurkuma wirkt außerdem als Tonikum für eine gesunde und schöne Haut (z.B. als Kurkumamilch). Äußerlich kann Kurkuma bei entzündeten Pusteln oder als Breiumschlag bei Wunden sehr gute Hilfe leisten (direkt auftragen), Kurkumamilch: hierzu 1 Tasse Milch mit ½ TL Kurkuma kurz aufkochen und schluckweise trinken. Kurkumamilch wirkt außerdem sehr gut bei Heiserkeit.
Die allgemeine Gelbwurz (Curcuma longa) sollte nicht mit der Kanadischen Gelbwurz (Hydrastis canadensis) verwechselt werden. Die Kanadische Gelbwurz ist eine Arzneipflanze mit ähnlichen, aber wesentlich ausgeprägteren Wirkungen.

Koriander
Koriander ist ein altes Hausmittel bei Verdauungsstörungen und besitzt positive Wirkungen bei Infektionen der Harnwege, Hautausschlägen und Allergien. Der frisch gepresste Saft (aus Korianderkraut) lindert Juckreiz und Entzündungen und kann hierfür sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden. Bei Allergien, Heuschnupfen und Hautausschlägen wird dreimal täglich ein Teelöffel frischer Saft empfohlen. Hierfür den Koriander klein schneiden und mit etwas Wasser pürieren. Den Saft abgießen und einnehmen, die zurückbleibenden festen Kräuterbestandteile können direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Cayennepfeffer (getrocknete und gemahlene Chilischoten)
Chili ist ein sehr starkes Mittel, um die Verdauung und den Kreislauf anzuregen. Darüber hinaus wirkt es gegen eine Vielzahl von Parasiten, was u.a. auch die Vorliebe für scharfes Essen in vielen asiatischen und südamerikanischen Ländern erklärt.
Chili erzeugt innerlich Hitze und kann daher auch entzündliche Prozesse im Körper verschlimmern. Magenempfindlichen Personen ist von der Verwendung von Cayennepfeffer eher abzuraten.
In akuten Fällen kann Cayennepfeffer zur Blutstillung verwendet werden. Aufgrund der stark erhitzenden Wirkung zeigt die Behandlung mit Cayenne bei vielen Schmerzzuständen wie Hexenschuss oder Ischialgie positive Wirkungen. Bei empfindlichen Personen werden hierdurch allerdings Hautrötungen und Reizungen die Folge sein.