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Praxis Dr. med. (I) Jean Chalkitis Alina Podgorska
Frauenärzte, Akupunktur TCM, Umweltmedizin
Pille und Ernährung

DIE PILLE UND WIE SELBER DER KÖRPER AUF DIE SPRÜNGE BRINGEN


Die "Pille" enthält eine Mischung aus den weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen und Progesteron. Obwohl sie eine wirksame Verhütungsmethode darstellt und extrem häufig verwendet wird, hat sie viele unerwünschte Nebenwirkungen. Zu den Nebenwirkungen, die die Pille mit sich bringen kann, gehören Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Anstauung von Flüssigkeit im Körper, und ein erhöhtes Risiko, dass sich Blutgerinnsel bilden (was das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko erhöht).

Die Pille beeinträchtigt den Körper in seiner Fähigkeit, die Blutfettwerte und den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Manche Frauen entwickeln hohe Cholesterin- und Blutfettwerte, und die Steuerung des Blutzuckerspiegels kann soweit beeinträchtigt sein, dass man von Diabetes sprechen kann. Frauen, die die Pille nehmen, müssen ganz besonders darauf achten, dass sie weniger gesättigte Fette, Cholesterin, raffinierte Kohlenhydrate und Zucker sich nehmen, damit die Blutfettwerte und der Blutzuckerspiegel in einem gesunden Bereich bleiben.

Darüber hinaus hat die Pille tief greifende Auswirkungen auf den Nährstoffhaushalt des Körpers. Sie beeinträchtigt den B-Vitamin-Stoffwechsel und erhöht dabei den Bedarf an B-Vitaminen. Der Bedarf an Vitamin B6 ist bei Frauen, die die Pille nehmen, fünf bis zehn Mal so hoch wie bei Frauen, die sie nicht nehmen. Verschiedene Nebenwirkungen der Pille, darunter Depressionen, Blutzuckerschwankungen und Wasseransammlung, können teilweise durch "pillenbedingten" Vitamin-B6-Mangel verursacht werden.

Sie beeinträchtigt den Folsäure-Stoffwechsel und erhöht dabei den Folsäurebedarf. Frauen, die die Pille nehmen, leiden häufig unter Folsäuremangel. Folsäuremangel ist besonders in den ersten Schwangerschaftswochen für den Embryo gefährlich und kann Geburtsfehler zur Folge haben. Frauen sollten nach dem Absetzen der Pille drei bis sechs Monate warten, bevor sie versuchen, schwanger zu werden. Während dieser Monate sollten sie einen Vitamin-B-Komplex nehmen, der Folsäure enthält, um ihre Reserven aufzustocken. Die Pille beeinträchtigt den Zink- und Magneisum-Stoffwechsel und erhöht dabei den Bedarf an diesen Mineralien.

Hipokrates unsere Medizin Vater hat gesagt und das gilt auch Heute
Deine Nahrung soll dein Heilmittel sein.
 
Vitamin-B6-Lieferanten
Vitamin B6 ist in seinen verschiedenen Formen Bestandteil von Fleisch, Fisch, Leber, Milchprodukten, verschiedenen Gemüsesorten (Broccoli, Mais, Bohnen, Spinat, Pilze, Linsen), Kartoffeln, Nüssen, Bananen, Hefe und Vollkornprodukten. Bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln beträgt der Verlust rund 20 Prozent oder mehr bei tierischen Produkten. Fette, Öle und Zucker enthalten praktisch kein Vitamin B6.

Vitamin-C-Lieferanten
Vitamin C kommt vor allem in frischem Obst und Gemüse vor, insbesondere in Paprika, Zitrusfrüchten, Beerenfrüchten und Kartoffeln. Am Vitamin-C-haltigsten ist Sanddorn. 100 g davon enthalten 450 mg des Vitamins. Fleisch und Fisch enthalten kaum Vitamin C, höchstens in Form von Innereien wie Leber und Nieren.

Das Vitamin ist licht- und sauerstoffempfindlich und sollte vor zu langen Gar- und Lagerungszeiten geschützt werden. Da es aus dem Gemüse schnell ins Kochwasser übertritt, sollte dieses als Sauce mitgegessen werden. Da die meisten Vitamine in und direkt unter der Schale sitzen, lohnt es sich, diese mitzuessen oder nur ganz dünn abzuschälen.

Zinkhaltige Lebensmittel
Da die verschiedenen Lebensmittel teilweise sehr unterschiedliche Mengen an Zink enthalten, sollte für eine optimale Versorgung mit den Spurenelement auf eine abwechslungsreiche Kost geachtet werden.

Die tierischen Lebensmittel, Fische und Meeresfrüchte einbezogen, enthalten, im Vergleich zu der pflanzlichen Nahrung, häufig größere Mengen an Zink, wobei besonders die Innereien sehr zinkhaltig sind. Von den Meerestieren zeichnen sich Austern durch sehr hohe Mengen an Zink aus. Kuhmilch enthält relativ geringe Mengen an Zink, von den Milchprodukten enthalten dagegen einige Käsesorten, wie z. B. Camembert, Schmelzkäse oder Emmentaler recht hohe Mengen. Aus der Gruppe der Getreideprodukte sind Haferflocken, Hirse, Cornflakes, Weizenvollkornmehl und Weizenkeime sehr gute Zinklieferanten. Obwohl viele Gemüsesorten nicht so reich an Zink sind, werden durch den Verzehr von grünen Erbsen, getrockneten Linsen, und Sojabohnen auch relativ hohe Anteile an Zink zugeführt. Weiterhin enthalten Bierhefe, Kakao und die meisten Nüsse viel Zink. Ferner ist zu erwähnen, dass einige Küchengewürze sehr zinkhaltig sind, hierzu zählen Basilikum, Estragon, Kümmel, Nelken, Ingwer, Majoran, Thymian, Rosmarin und Salbei.

Magnesiumhaltige Nahrungsmittel
Vollkornprodukte, Rohkost, Nüsse und Schokolade enthalten viel Magnesium. Besonders magnesiumreiche Lebensmittel sind Sonnenblumenkerne (420 mg/100 g), Sesamsamen (370 mg/100 g), ungeschälter Reis (160 mg/100 g), Weizenkeime (250 mg/100 g), Schokolade (140 mg/100 g), sowie Haferflocken (mit 140 mg/100 g). Man sollte auch bei der Auswahl des Mineralwassers auf einen hohen Magnesiumgehalt achten. Gute Mineralwässer können über 80 mg Magnesium pro Liter enthalten.